Dez08

Das Bolivianische Justizsystem: Wahl, Ergebnisse und Reaktionen

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Politik

Das Bolivianische Justizsystem: Wahl, Ergebnisse und Reaktionen

Am 3. Dezember 2017, inmitten einer kontroversen Entscheidung des Verfassungsgerichts des Landes, die Präsident Morales eine vierte Amtskandidatur ermöglicht, gingen die Bolivianer zu den Wahlurnen, um die Richter für die höheren Gerichte der Judikative zu wählen. Die Wahlergebnisse scheinen durch die Entscheidung des Gerichts erheblich beeinflusst worden zu sein. Die ungültigen Stimmen lagen bei über 50 Prozent, während die gültigen Stimmen nur ein Drittel der Gesamtstimmen erreichten. Diese Ergebnisse spiegeln nach allgemeiner Interpretation eine überwältigende Ablehnung der Entscheidung des Gerichts und der Absicht von Morales zur erneuten Kandidatur wieder.

Dez04

Evo Morales kann erneut für die Präsidentschaft kandidieren

Von Miguel A. Buitrago, Mauricio Guillen Sardon Kategorie Politik

Evo Morales kann erneut für die Präsidentschaft kandidieren

Evo Morales wird aller Voraussicht nach 2019 erneut für eine vierte Amtszeit kandidieren können. So interpretiert die Opposition, die neueste Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs, über die im September 2017 "abstrakte Petition der Verfassungswidrigkeit", die die MÁS-Fraktion im Kongress vor Gericht eingereicht hat. Die Entscheidung hat zu scharfen Reaktionen der Opposition geführt und es kam zu etlichen tumultartigen Demonstrationen in den bolivianischen Großstädten La Paz, Cochabamba und Santa Cruz. Auf Seiten der Regierung und der politischen Kräfte, die Morales' Wiederwahl unterstützen, war die Freude über eine mögliche weitere Amtszeit hingegen groß.

Die getroffene Entscheidung beinhaltet die Annullierung sämtlicher Artikel der Verfassung von 2009, inklusive der Änderung des Wahlgesetzes, das u.a eine Grenze der präsidialen Amtsperiode festlegt. Im Falle des Präsidenten und seiner Partei “MAS”, war die Amtszeit auf fünf Jahre, mit der Möglichkeit einer weiteren Amtsperiode begrenzt. Dies wurde nun aufgehoben, sodass Evo Morales auf eine unbestimmte Amtszeit hoffen darf.

Nov29

Diabla: Mode und soziales Engagement in Bolivien

Von Miguel A. Buitrago, Mauricio Guillen Sardon Kategorie Markteintritt, Wirschaft, Textil

Diabla: Mode und soziales Engagement in Bolivien

Die Entwürfe sind jung, bunt, erfrischend und zeichnen sich durch starke ethnische Einflüsse aus. Diabla ist eine junge bolivianische Modefirma, die ethnische Komponente und uralte Herstellungstechniken Boliviens vereinigt und sie in Form von Kleidung oder Schmuckstücken zum Ausdruck bringt. Die Firma hat in der bolivianischen Modewelt schon große Wellen geschlagen und möchte nun den Erfolg auf internationaler Ebene fortführen. Seit Anfang Oktober 2017 repräsentieren Matthia Stolz und Gustavo Ibáñez, neben Arbeit und Studium, Diabla in Deutschland. “Jedes einzelne produzierte Stück ist einzigartig. So etwas gab es bisher auf dem europäischen Modemarkt noch nicht”, so Matthia Stolz in einem kurzen Interview. Bolivia-Visión möchte Diabla bei der Einführung im deutschsprachigen Raum und ebenfalls bei der Vermittlung des sozialen Engagements des Unternehmens helfen.

Okt30

Bolivien verändert sein Weltimage

Von Miguel A. Buitrago, Mauricio Guillen Sardon Kategorie Tourismus

2017 logo marca bolivia

Bild: Agencia Boliviana de Informacion, Bolivia.Travel.

Mit einer farbenprächtigen und musikalischen Vorstellung, bei der beeindruckende und wunderschöne Landschaftsbilder des Landes im Fokus standen, wurde kürzlich die nationale Marke "Bolivien, das Herz des Südens" eingeführt (früher: “Bolivien wartet auf dich”).

Okt27

Lateinamerika-Tag 2017 in Weimar

Von Simon Balzert, Guerlio Peralta Kategorie Handel, Wirschaft

Botsch. Boliviens Jorge Cardenas und Gerardo Basurco, Bolivia-Vision

Bild: Botschafter Herr Jorge Cardenas und Gerardo Basurco, Bolivia-Vision. Quelle: Gerardo Basurco und Guerlio Peralta.

Am 17. und 18. Oktober 2017 lud der Lateinamerika Verein e.V. unter der Schirmherrschaft von Minister Wolfgang Tiefensee gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Freistaates Thüringen zum 68. Lateinamerika-Tag in Weimar ein.

Okt22

Die Entwicklung der bolivianischen Wirtschaft 2016 - 2017

Von Miguel A. Buitrago, Mauricio Guillen Sardon Kategorie Wirschaft, Volkswirtschaft

Wirtschaftswachstum PIB fundacion milenio bericht bolivien 2017

Bild: Bolivianische BIP Wachstum 2000 - 2016; Quelle: Fundacion Milenio Bericht 2017.

Im folgenden Bericht ist die Wirtschaftsentwicklung Boliviens vom Jahr 2016 und teils für 2017 dargestellt. Gegenstand der Analyse ist die bolivianische Wirtschaftskraft, die aktuell von Spannungen, Unsicherheiten und von einem wandelnden Konjunkturzyklus gekennzeichnet ist.

Ein Blick auf das Bruttoinlandsprodukt bestätigt, dass sich das Wachstum der bolivianischen Wirtschaft, im Vergleich zu den vorherigen Jahren, langsamer entwickelt. Bestätigt haben diesen Trend nicht nur mehrere internationale Organisationen wie der IWF, die Weltbank und die CEPAL, sondern auch die bolivianische Regierung und unabhängige Organisationen, wie die Fundacion Milenio. So berichtet die Fundacion Milenio, in ihrer jüngsten Einschätzung der bolivianischen Wirtschaft, dass das Wachstum für 2016 4,3 Prozent betrug. Das ist eine Verlangsamung gegenüber den Vorjahren. Im Jahr 2015 betrug das Wachstum 4,9 Prozent und im Jahr 2014 5,5 Prozent. Für 2017 gehen die Erwartungen des Bruttoinlandsprodukts auseinander. Die Regierung erwartet ein Wachstum von 4,7 Prozent, während der IWF und die CEPAL eine Wachstumsrate von 4 Prozent schätzen. Die Weltbank erwartet sogar nur ein Wachstum von 3,5 Prozent.

Okt11

Bolivien: 35 Jahre Demokratie

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Politik

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Quelle: Agencia Boliviana de Informacion (ABI)

Derzeit feiert Bolivien 35 Jahre demokratischer Herrschaft. Doch auch gerade jetzt befindet sich die Regierung und die regierende Partei MAS mitten in einer politischen Konfrontation - sie wollen den aktuellen Präsidenten Morales zum vierten Mal in Folge für die bolivianische Präsidentschaft kandidieren lassen - doch das lehnen viele ab. Für viele Bolivianer, einschließlich jener, die vor der Rückkehr der Demokratie 1982 unter Militärdiktaturen lebten, ist 2017 ein bedeutendes Jahr. So besteht die Demokratie nunmehr durchgängig seit drei und einhalb Jahrzehnten; dies war in dieser Region nicht immer selbstverständlich. Doch sehen eben auch diese Bolivianer den demokratischen Prozess durch die Handlungen der regierenden Partei MÁS in Gefahr. Der Wiederaufstellung und Wiederwahl von Morales steht viel Skepsis entgegen, denn es gibt die Angst, dass Morales für immer an der Macht bleiben will.

Sep27

Bolivien anerkannt als das erste Reiseziel Lateinamerikas

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Tourismus

Bolivien anerkannt als das erste Reiseziel Lateinamerikas

In einer Gala-Nacht, gefeiert im Riviera Maya Hotel in Cancun, Mexiko, wurde Bolivien mit dem renommierten World Travel Award für das führende kulturelle Reiseziel Lateinamerikas ausgezeichnet. Nominiert waren Brasilien, Argentinien (Sieger im Jahr 2016), Chile Kolumbien, Ecuador, Peru (Sieger von 2014 und 2015) und Uruguay. Dies ist das erstes Mal, dass Bolivien eine solche prestigeträchtige Auszeichnung gewinnt und so als primäres Ziel anerkannt wird, wenn es darum geht, Kultur in der Region zu erleben.

Sep09

Gabinete Binacional Bolivia - Perú

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Bau / Infrastruktur, Politik, Wirschaft

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Foto quelle: Agencia Boliviana de Informacion (ABI)

Am 1. September trafen sich in Lima der bolivianische Präsident Evo Morales und der peruanische Präsident Pedro Pablo Kuczynski, jeder zusammen mit seinem Kabinett. Beide Regierungschefs trafen sich zum dritten Mal in einem sogenannten Kabinetttreffen (siehe Titel). Bei den Gesprächen ging es um bilaterale Entwicklungs- und Handelsfragen. Zu den wichtigsten Themen gehörten der Bau der Bi-Ozeanischen Eisenbahn und die Entwicklung des Ilo-Hafens.

Aug07

Bolivien feiert 192 Jahre Unabhängigkeit

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Kultur, Politik

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Am 3. August 2017 feierte das bolivianische Honorarkonsulat in Hamburg gemeinsam mit der bolivianischen Gemeinde und dem diplomatischen Corps in Hamburg Boliviens 192. Unabhängigkeitstag. Der Honorarkonsul, Rolando Haches, nutzte die Gelegenheit, sein Glas zu Ehren Boliviens zu heben. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass mit Blick auf die südamerikanische Geschichte 192 Jahre Unabhängigkeit eine beachtliche Zeit sind. Auch verwies er dabei auf die vergangenen 11 Jahre seit der Gründung des aktuellen Plurinationalen Staates. Darüber hinaus und um die Schönheit der bolivianischen Landschaften hervorzuheben, zeigte der Konsul ein paar kurze Videos über Bolivien, welche ebenfakks auf bolivia-visión.com zu sehen sind. Am Schluss der Ansprache wurde die Nationalhymne gesungen.

Jun09

Boliviens Agenda im UN-Sicherheitsrat

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Politik

Quelle: ABI

Am 1. Juni dieses Jahres nahm Bolivien den Vorsitz des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UNSC) für die Dauer von einem Monat ein. Während dieser Zeit wird Bolivien versuchen, seine Agenda fortzusetzen, um mehr Aufmerksamkeit auf wichtige Fragen wie Frieden, Proliferation und dem Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser auf der ganzen Welt zu generieren.

Apr14

Regenzeit: Der Stand der Straßen in Bolivien

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Tourismus

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Quelle: By Greenmind1980 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50556487

Boliviens Regenzeit beginnt im November und endet im März oder April im darauffolgenden Jahr. Dies zu wissen, ist besonders wichtig, wenn es ums Reisen geht und man eine Route planen will. Alljährlich gibt es in diesen Monaten schwere Regenfälle, Stürme, Überschwemmungen und Erdrutsche - dazu kommt dann der schlechte Zustand der Straßen. Oft verbaut dies die Pläne von Reisenden und vielen anderen, schlimmer jedoch wenn Menschen in Unfällen Schaden nehmen. Jedes Jahr wird die Regenzeit mit einer Warnung angekündigt. Die Leute treffen dann in der Regel ihre Vorkehrungen für ihre Reisen:. viele sagen ihre Pläne ab, während andere das Wetter beobachten und ihr Glück auf der Straße versuchen. Jedes Jahr geschehen dann erneut viele Unfälle.

Apr07

Bolivien: Das Projekt "Bioceanico" geht weiter voran

Von Miguel A. Buitrago Kategorie Bau / Infrastruktur, Entwicklung, Politik, Wirschaft

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Quelle: S.E. Jorge Cardenas

Die bolivianische Regierung setzt ihre "Bioceanico"-Projekte fort. Das Ziel ist, mittels einer Eisenbahn durch Brasilien, Bolivien und Peru eine Verbindung zwischen dem Atlantik und Pazifik herzustellen. Die Eisenbahnlinie soll vom brasilianischen Hafen Santos im Süden Brasiliens aus starten, etwa 3100 Kilometer durch Bolivien und 400 Kilometer durch Peru führen und dann im Hafen von Ilo im südlichen Peru enden. Das Projekt wird voraussichtlich 10 bis 14 Milliarden Dollar kosten. Das politische, wirtschaftliche und soziale Potenzial eines solchen Projekts hat das Interesse der Nachbarländer Paraguay und Uruguay sowie die Aufmerksamkeit der deutschen Regierung geweckt. Der Bioceanico, wie es jetzt heißt, verspricht nicht nur die beiden Ozeane zu verbinden, sondern auch die Region. Das Projekt hat großes Potenzial, den Handel und die regionale Integration unter den Teilnehmerländern weiter zu stärken. Gleichzeitig kann es die Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika stärken, insbesondere mit Deutschland.

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